Der Tag dämmerte, als Arndt erwachte. Die salzige Luft kitzelte seine Nase und das Bewusstsein, dass vor seinem gemieteten Bungalow das blaue Meer und der feine Sandstrand auf ihn warteten, ließen ihn nicht erneut in den Schlaf finden. So leicht und unbeschwert fiel ihm im Alltag das Aufstehen nicht, doch hier in seinem paradiesischen Urlaub war es etwas anderes. Beschwingt landeten seine Beine auf dem Boden und Arndt stand auf. Er zauderte nicht und verließ die schützenden Wände, spazierte die wenigen Meter hinab zum Meer, die letzten Schritte legte er rennend zurück. Arndt sprang und über ihm schlugen die erfrischenden Fluten zusammen, aus denen er prustend auftauchte. Mit kräftigen Zügen schwamm er und tauchte noch ein paar Mal unter, um die letzten Reste des Schlafs loszuwerden.
Wassertretend beobachtete er wenige Augenblicke später, wie eine attraktive, gebräunte Frau mit schulterlangen, brünetten Locken und barbusig ans Wasser ging. Ohne die Geschwindigkeit zu verringern oder zu beschleunigen ging sie ins Meer hinein, bis ihr das Wasser über den Bauchnabel reichte. Sodann schwamm sie ruhig und gelassen. Bald schon lächelte sie Arndt zu, der ihr dasselbe zurückgab. Er selbst begab sich ans Ufer, setzte sich in den Sand und sah der Unbekannten zu. Es war einsam am Strand und ruhig. Einzig die Palmen leisteten ihnen offensichtliche Gesellschaft. Als die Frau aus dem Wasser stieg, ging sie nur zwei Meter an ihm vorbei und Arndt schaute ihr nicht etwa auf den Busen, sondern sein Blick war tiefer gerichtet. Er bestaunte ihre Füße.
Arndt war ein ausgesprochener Fetischist, ihm war nichts an einer Frau erotischer als schöne Füße. Sie brachten ihn in Wallung, erregten ihn. Natürlich verachtete er es nicht, wenn eine Frau insgesamt attraktiv war, aber mit einer Frau, die in seinen Augen hässliche Füße gehabt hätte, wäre er nicht glücklich geworden. Doch die Schöne hatte wunderbare Füße und Arndt beeilte sich, sie einzuholen. Seine Einladung schlug sie leider aus, sie erklärte ihm freundlich, dass sie für diesen Tag schon andere Pläne hätte. Arndt musste es akzeptieren und ließ sie gehen. Am nächsten Morgen war er erneut zeitig wach und am Strand. Sie war erneut da, aber sie ging erst schwimmen, als er mit zwei Handtüchern bewährt schon mit tropfend nassen Haaren im Sand saß. Als sie dieses Mal aus dem Meer stieg, kam sie auf ihn zu und setzte sich neben ihn.



