Die Laternen gingen bereits an, als Marko loszog, um in seine Stamm-Bar zu gehen. Sein Weg führte ihn durch einige Straßen und er sah an mancher Ecke einen netten Männer-Hintern und muskulöse Boys, die ihm gefallen hätten, aber man konnte ja nie nur vom kurzen Sehen sagen, ob sich jemand auf ein schwules Angebot einlassen würde. Das war ganz anders in der Bar, die er gleich aufsuchen würde. Dort waren nämlich ausschließlich Schwule und Lesben anwesend, selten verirrte sich ein Hetero dorthin, was den Gays aber nichts ausmachte, nur die Heteros reagierten unterschiedlich darauf, wenn sie zwei Männer oder zwei Frauen beim Knutschen sahen und ihnen dann spätestens dämmerte, wo es sie hin verschlagen hatte.
Marko war wieder auf der Suche nach einem schmucken Kerl, den er heute mit nach Hause nehmen könnte. Nicht immer ergab sich ein passender Kontakt, aber doch recht häufig. Er war so gut gelaunt, weil er ein hübsches Sümmchen Geld gewonnen hatte und entsprechend wollte er es sich heute gut gehen lassen. Schließlich stand Marko vor der Tür der Bar und er stieß sie auf. Um diese frühe Stunde war die Musik noch nicht ohrenbetäubend, dennoch hatten sich schon einige Gäste eingefunden.
Sich kurz umsehend ging er an die Bar und bestellte eine Pina Colada, von dem er etwas trank. Ein kleiner Schwatz mit dem Barkeeper, den er schon lange kannte, brachte ihn zum Lachen. Erst als sich die Bar-Tür öffnete und ein fremder Kerl den Bar-Raum betrat, unterbrach das Gespräch. Was für ein schmuckes Kerlchen, dachte sich Marko. Der Fremde schaute sich suchend um, bevor er sich neben Marko setzte und einen Cocktail bestellte. „Der geht auf mich, wenn es Dich nicht stört…“, sprach ihn Marko an. Erst jetzt schaute ihn der Neue an. „Hi, gerne lass ich mich von so einem Süßen wie Dir einladen…“
