Früher hatte ich mal eine Ehefrau; jetzt habe ich eine Sexsklavin. Nicht dass ihr mich da falsch versteht – es ist immer noch genau dieselbe Frau; nur hat sich ihre Position in meinem Leben ein wenig verändert. Na, seien wir ehrlich, ziemlich gravierend hat sie sich verändert. Und dabei hat mir mein bester Freund Daniel geholfen. Bei dem habe ich mich früher auch immer ausgeheult, wenn meine Frau mir mal wieder die Hölle heiß gemacht hat. Und Katrin ist ein echtes Biest. Auch wenn sie zunächst einmal überhaupt nicht so wirkt; sie kann die Leute sehr gut täuschen. Katrin ist eine schlanke Blondine, sogar fast zierlich, also eher ein bisschen zu dünn für meine Begriffe, jedenfalls nicht sehr groß, dazu noch recht zart gebaut, und mit den blonden Haaren zusammen, die ein bisschen wellig fallen, wirkt sie wie ein unschuldiger Engel. Das ist auch die Masche, auf der sie reitet – der unschuldige Engel, der Hilfe braucht und sie sich erbittet. Wobei ihren Bitten keiner lange widerstehen kann. Sie hat so einen ganz naiven Augenaufschlag, mit flatternden Wimpern, den sie einsetzt, und dabei schmilzt jedem das Herz und er tut, was sie von ihm will. Vor allem, wenn er ein Mann ist. Alle halten meine Frau für unglaublich lieb und brav und hilflos. In Wirklichkeit ist sie ein ganz durchtriebenes Luder. Ich gebe zu, genau das hat mich ja auch anfangs an ihr gereizt, dass sie eine so schillernde Persönlichkeit besitzt und die Leute so perfekt dazu bringen kann, ihre Wünsche zu erfüllen. Aber wenn man dann erst einmal länger als drei Jahre verheiratet ist, dann hat man irgendwann einfach keine Lust mehr, ständig am Bandel geführt zu werden. Man kommt sich einfach dämlich vor, und unmännlich, ständig nachzugeben und im Grunde nichts zu sagen zu haben, und irgendwann wird man auch wütend. Ja, irgendwann war ich sauer, und kurz darauf begann ich damit, Katrin nicht mehr in allem nachzugeben und nicht mehr alles zu tun, was sie wollte. Und prompt wurde sie zickig. Nachdem die unschuldige Tour bei mir nicht mehr zog, kam die manipulative Diktatorin in ihr voll zum Vorschein. Sie versuchte, mich mit allem zu manipulieren, was sie nur an Machtmitteln besaß; von der Schmeichelei bis hin zur schlichten Erpressung.
Immer mal wieder ließ ich mich dann von ihr herumkriegen, ihr diesen Gefallen dann doch zu tun, um den es ihr gerade ging und den ich eigentlich zunächst abgelehnt hatte, aber es geschah immer widerstrebender, und immer besser war ich ihren fiesen Tricks gewachsen. Trotzdem wäre das alles wahrscheinlich noch jahrelang so weitergegangen, ohne dass ich komplett rebelliert hätte, vielleicht sogar so, dass sie mich irgendwann wieder stärker unter ihre Fuchtel bekommen hätte, denn es war ganz schön anstrengend, mich ihr ständig zu widersetzen, wenn da nicht Daniel gewesen wäre. Er hatte sich das von Anfang an sehr amüsiert angehört, welche Probleme ich mit Katrin hatte. Und gleich von Anfang an hatte er mir auch sehr kategorisch erklärt, dass er mit meiner Frau ganz anders umgehen würde und sie ganz sicher recht schnell im Griff hatte. Ich fragte ihn lieber nicht, was er damit meinte, denn ich war mir sicher, dass seine Methode, Katrin in den Griff zu bekommen, ganz gewiss nicht die Richtige war. Zumindest nicht die Richtige für mich, denn es muss ja mit den Methoden und den Menschen, die sie ausüben, immer auch irgendwie zusammenpassen. Und Daniel gehört nun auch nicht zu den Männern, die sich ungefragt in die Beziehung ihrer Freunde einmischen. Ganz bestimmt hätte er nicht einmal weiter etwas gesagt, und hätte auf jeden Fall nicht eingegriffen, wenn Katrin bei ihm nicht eine gewisse Grenze überschritten hatte. Und das hatte er auch gleich klargemacht – wenn Katrin sich ihm gegenüber im Ton vergriff, dann musste sie mit den Konsequenzen leben. Da hatte ich ihm auch voll zugestimmt; das war ja nun sein gutes Recht. Allerdings schien es Katrin zu ahnen, dass sie bei Daniel auf Granit beißen würde; sie ließ ihn eigentlich immer in Ruhe. Aber dann kam jener bewusste Abend, an dem sich alles änderte.
Daniel war bei uns, und wir hatten es uns alle drei vor dem Fernseher gemütlich gemacht, wo wir allerdings keine Fernsehshow anschauten, sondern einen alten Science-Fiction Film, den ich auf Video gehabt hatte, also so richtig auf einer VHS Kassette, und von einem Bekannten in meiner Firma auf DVD hatte brennen lassen. Er hatte sich so eine Maschine gekauft, die so etwas macht, hatte überall in der Firma damit angegeben, was er jetzt alles machen könne, und die Leute gefragt, ob sie nicht noch alle Videos hätten, wo er das ausprobieren könnte. Da hatte ich doch gleich zugeschlagen; dann brauchte ich mir den Film nicht neu auf DVD zu kaufen, denn ich hatte den immer geliebt. Der Film hatte Daniel früher auch immer sehr gefallen, und ich hatte Katrin vorgeschlagen, dass wir ihn einladen sollten. Womit sie einverstanden war. Wir saßen nebeneinander auf der Couch, und natürlich musste ich dauernd aufspringen und Dinge holen, die Katrin vergessen hatte. So langsam wurde es mir schon fast zu viel, zumal Daniel ganz amüsiert vor sich hin grinste und sich offen über mich als Pantoffelheld lustig machte. Das schien nun irgendwie Katrin zu stören, wie er spottete. Auf jeden Fall fragte sie ihn auf einmal zuckersüß, ob er ihr nicht noch einen Pulli holen könne, ihr sei etwas kalt. Er zuckte die Achseln. “Wenn du einen Pulli brauchst, dann hol ihn dir”, meinte er eiskalt. Katrin schnappte hörbar nach Luft, dann verlegte sie sich aufs Schmeicheln. Doch auch die Nummer zog bei ihm nicht. “Wenn dir wirklich kalt ist, habe ich eine Methode, dass dir garantiert warm wird”, meinte er blasiert. “Die kannst du kriegen, diese Methode, wenn du darauf bestehst – aber deinen Pulli hole ich dir nicht.” Katrin schien es nun erst richtig zu reizen, dass Daniel sich ihr so hartnäckig widersetzte. Sie legte ihm eine Hand auf den Oberschenkel – sie saß zwischen uns beiden Männern -, und zwar verdächtig nahe an seinen Hüften. Und irrte ich mich, oder rutschte die Hand sogar ein Stückchen weiter nach oben und nach innen, befand sich am Ende in verdächtiger Nähe seines Schwanzes? Ich hätte Katrin den Pulli ja geholt, um nicht vor Daniel Zoff mit ihr anzufangen – warum musste sie sich da unbedingt an meinem Freund vergreifen? So langsam wurde ich wirklich ungnädig. Ich fand, dass sich Katrin unmöglich benahm.




