Rafaela saß in Justines Zimmer und die beiden Mädchen quatschten über die üblichen Dinge, die man mit achtzehn und neunzehn Jahren so austauscht. Musik, Lästereien über andere und – ein Thema, dass nicht ausbleiben darf – über Jungs. Sie hatten den ganzen Samstag und Sonntag das Haus für sich, weil Justines Eltern auf einem Wochenendtrip waren, darum schlief Rafaela auch bei ihr, weil eine sturmfreie Bude einfach angenehm ist. Rafaela war vollbrüstig mit breitem Becken, aber dennoch schlank, Justine war die etwas schüchternere und jüngere, die einen eher zierlichen Körperbau mit kleinen, festen Brüsten hatte.
Rafaela erzählte Justine ihr letztes Abenteuer, dass sie am Wochenende zuvor erlebt hatte. Sie war in einer Diskothek und während des Tanzens auf der Tanzfläche hat sie irgendwann ein Typ, der um einige Jahre älter als sie, aber gutaussehend war, sie ständig angetanzt und angeflirtet. Sie erzählte auch, dass es ihr sehr gefallen hätte, dass ein Mann von mehr als dreißig, wie sie später herausgefunden hatte, etwas von ihr wollte. Irgendwann lud er sie auf einen Drink ein und sie ging mit ihm an die Bar. Die Unterhaltung, die sich daran anschloss, war für sie wohl sehr aufregend. „Er hat mir die ganze Zeit Komplimente gemacht! Das ich so hübsch bin, klug und auch noch etwas erwachsener Wirke, als ich eigentlich bin. Er hatte ja nach meinem Alter gefragt.“
Nach einer halben Stunde „oder so“ hat sie der Kerl zu sich eingeladen. „Er hat mir erzählt, er wohne mit seiner Schwester in einem Haus, seit die Eltern verstorben waren. Ich war so neugierig und er war so lieb, dass ich mitgegangen bin.“, erzählte sie Justine, die mit großen Augen zuhörte. Sie selbst hätte dazu viel zu viel Angst gehabt, als dass sie bei einem fremden Mann mitgegangen wäre. In den schillerndsten Farben beschrieb Rafaela, wie er ausgesehen habe, groß, dunkeläugig, insgesamt südländischer Typ. „Also genau mein Fall, wie Du ja weißt“, meinte Rafael. Dann erzählte sie, wie er sie sanft auf ein breites Designer-Sofa geführt hätte und sie dort zärtlich auf den Mund geküsst habe. Er wäre sehr lieb gewesen und hätte sie langsam ausgezogen.


