Hannas und Gregors Sexleben war nichts Besonderes mehr, um es genau zu sagen war es schlichtweg eingeschlafen. Vor allem Hanna war unglücklich mit dieser Situation und sie hatte es lange genug hingenommen. Hanna, die nicht mehr als ihr Hausfrauen-Dasein hatte, gestand sich zwar ein, dass sie nicht unschuldig daran war, doch in diesem Punkt konnte sie selbst etwas ändern. Mit Anfang vierzig, dachte sich Hanna, bin ich einfach zu jung, um meine Geilheit zu unterdrücken und nur mit meinen Händen vorlieb zu nehmen.
Anfangs war sie sich nur noch nicht klar darüber, wie sie Gregor aus der Reserve locken sollte. Sie verstand auch, dass er als leitender Angestellter viel Arbeit zu bewältigen hatte und dass er dann abends schon müde und abgeschlagen nach Hause kam. Doch er war nur ein paar Jahre älter als Hanna, da musste man doch als Mann auch erotische Bedürfnisse haben, war ihre Meinung. Früher hatte es gelegentlich wenigstens noch für eine 08/15 Nummer gereicht, aber es ging ihr auf, dass sie ihn mit etwas Ausgefallenem überraschen musste, damit bei ihm die alte Lust und Leidenschaft wieder geweckt werden würde, die sie früher doch auch miteinander geteilt hatten.
Ausgefallenerer Sex war auch Hannas Begierde. Nun war nur die Frage offen, auf was Gregor stehen würde. Leider erzählte er ihr davon nie etwas, das war schon immer so gewesen. Lange dachte sie darüber nach, bis ihr eine Idee kam. Schließlich konnte eh nicht mehr geschehen, als dass sie danach genauso wenig Sex hätte wie nach ihrem Versuch, wieder frischen Wind ins Bett zu bringen. Ihr Einfall war davon getrieben, dass sie beim Sex immer die anschmiegsame, fügige Bettgefährtin war. Vielleicht war genau das Gregors Problem. Als erstes musste sie einem Sex-Shop einen Besuch abstatten und dann sollte es am Samstagabend losgehen.



