Verschiedene Überlegungen gingen mir durch den Kopf, als es darum ging, eine neue Sekretärin anzustellen. Die zu diesem Zeitpunkt noch tätige Sekretärin erwartete ein Baby und ging demnächst in Mutterschutz und anschließend nahm sie Elternzeit. Daher war es absolut notwendig, für einen zuverlässigen Ersatz zu sorgen und es wurde eine entsprechende Stellenanzeige aufgegeben. Als mir die Bewerbungen vorgelegt wurden, war ersichtlich, dass sich junge, aber auch reife Frauen gemeldet hatten und teilweise hatten sie hervorragende Arbeitszeugnisse vorzuweisen. Wollte ich nun eine junge oder eine erfahrene Frau, die unter anderem meinen Schrift- und Telefonverkehr zu regeln und Termine festzugelegen hatte?
Ich liebäugelte zuerst mit einer wahnsinnig hübschen Sekretärin, die jünger war als ich, große Brüste besaß und mich von ihrem Bewerbungsfoto mit blauen Augen anlächelte. Aber ich entdeckte eine reife Sekretärin, die mich mit ihren Arbeitszeugnissen, ihrer Vita und ihrem Aussehen überzeugte. Nach Vorstellungsgesprächen stellte ich sie mit einem vorerst befristeten Arbeitsvertrag ein und war mit meiner Entscheidung mehr als zufrieden. Und seit ich Ursula eingestellt habe, würde ich immer wieder eine reife Sekretärin einer jüngeren bevorzugen. Ihr wollt wissen, weshalb? Nun, einerseits leistete sie hervorragende Arbeit, sehr aufmerksam und zuvorkommend. Es gab keinen Grund für mich, jemals unerfreut wegen ihr zu sein.
Andererseits – und dieser Punkt wiegt für mich viel schwerer – war Ursula, nun ja, zugänglich für gewisse erotische Momente mit mir. Sie selbst lebte ihn einer sexuell unbefriedigenden Beziehung, ich hatte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht das an Erotik zu Hause bei meiner Frau, was ich mir eigentlich wünschte. Der Vorteil bei Ursula war ebenfalls in ihrem Alter zu suchen, denn meine Frau dachte nicht, dass ich es mit einer reifen Frau von über fünfundvierzig Jahren treiben würde. Somit war sie nicht eifersüchtig, was mit Sicherheit bei der jungen blauäugigen Blondine der Fall gewesen wäre. Ursula war zudem absolut verschwiegen, alleine schon, weil sie ihre eigene Beziehung und ihre Anstellung nicht gefährden wollte.



