An bestimmten Tagen hole ich mir, was ich brauche – unkomplizierten Sex. Ich hatte nach drei gescheiterten Beziehungen einfach keine Lust mehr, mich von einem Kerl enttäuschen lassen zu müssen. Oder mich zu verdrehen, bis ich mich selbst nicht mehr erkannte. So ganz ohne Sex konnte ich aber auch nicht leben, schnell waren die künstlichen Verführer namens Dildo und Vibrator langweilig, ich wollte wieder warme, lebendige Männerschwänze in meiner rasierten Muschi spüren und nicht nur meine eigenen Finger und vibrierende Latexlümmel. Genau deswegen wurde ich zu einer der Hobbyhuren, die sich nahmen was sie wollten und es sich dabei gutgehen ließen. Auf diesen Weg geriet ich durch eine damalige Arbeitskollegin, der ich in einem schwachen Moment von meiner Sexnot erzählte. Sie offenbarte mir, dass sie schon seit Jahren als Hobbyhure auf ihre Kosten käme.
Nach ein bis zwei Wochen des darüber Nachgrübelns wollte ich es darauf ankommen lassen. Ich brezelte mich an einem Donnerstagabend ziemlich auf, aber so, dass es nicht billig wirkte. Ein oben eng geschnittenes Kleid, das ab der Hüfte weit fiel, halterlose Strümpfe und hohe Schuhe ließen mich selbst tief einatmen, als ich mich im Spiegel betrachtete. Meine braunen Locken fielen voll um mein hübsches Gesicht und meine eigenen Augen blitzten mich so sexy an, dass ich bei mir selbst schwach geworden wäre, wenn ich ein Mann gewesen wäre. Gut vorbereitet fuhr ich in eine Bar und setzte mich an den Tresen. Während ich einen alkoholfreien Cocktail schlürfte, checkte ich die anwesenden Kerle ab. Manche kamen nicht in Frage, andere wiederum weckten mein Interesse. Gerade wollte ich aufstehen und einen Typen ansprechen, als ich selbst angesprochen wurde.
„Hey Süße, hast du nach dem Cocktail schon was vor?“, hörte ich eine tiefe Stimme, die mir Gänsehaut bescherte. Ich drehte mich zu ihm und stellte fest, dass er sogar in Ordnung aussah. Er war kein George Clooney, aber doch ein ansehnliches Exemplar seiner Gattung. Ich lächelte ihm frivol zu. „Schon möglich, wenn du heute Zeit für mich hast …“, antwortete ich frech. Seine Hand legte sich auf meinen Rücken und streichelte mich. „Für eine solche Schönheit habe ich Zeit, aber nur, wenn wir zu dir fahren können, denn ich möchte ungern meine Frau wecken.“ Diese Info war mir lieb, ich wollte schließlich nur noch versaute Hobbyhuren-Abenteuer erleben und nicht einen Kerl, der sich am Ende noch in mich verliebte. Ich machte ihm durch die Blume klar, dass das eine kleine Aufwandsentschädigung für mich wert wäre, was ihm keine Probleme bereitete.




