Wenn die Leute einen reifen Mann von knapp 50 Jahren und ein junges Teen Girl von 19 sehen, dann gibt es zwei unterschiedliche Vermutungen, die ihnen in den Sinn kommen können. Das eine ist die Vermutung, dass da Vater und Tochter miteinander unterwegs sind. Das trifft auf Herbert und mich allerdings nicht zu; Herbert ist nicht mein Vater, und ich bin nicht seine Tochter; auch wenn das vom Alter her schon hinkommen könnte, das muss ich zugeben. Aber das Alter ist ja nun nicht alles. Die zweite Vermutung wäre dann die, dass sich ein reifer Mann in seiner Midlife Crisis ein junges Mädchen geschnappt hat, ein Spielzeug, ein Toy Girl, in dem vergeblichen Wunsch, selbst wieder jung zu werden. Auch das entspricht allerdings bei uns beiden nicht den Tatsachen. Nicht Herbert hat sich mit mir ein junges Teen Girl geschnappt, sondern der Teenie hat sich umgekehrt ihn geschnappt, denn ich war es, die diese Beziehung forciert und in die Wege geleitet hat. Aber nicht nur was den Beginn unserer etwas ungewöhnlichen Beziehung mit dem enormen Altersunterschied angeht, habe ich die Initiative ergriffen; auch ansonsten gebe bei uns beiden eher ich den Ton an.
Das liegt ganz einfach daran, dass ich dominant bin. Ja, ich bin eine Jungdomina; und zwar eine Jungdomina, die sich ein reifes Spielzeug gesucht hat. Nicht Herbert als der ältere Mann hat sich das Teeny Toy Girl gesucht, was er brauchte, sondern eine junge Domina hat sich das Sklaven Toy gegrabscht, nach dem ihr der Sinn stand. Dass ich eine junge Domina bin und noch keine erfahrene Herrin, das heißt nämlich nicht, dass ich deswegen nicht schon ganz genau wüsste, was ich will. Und mir war gleich klar, diese jungen Männer, die meistens gar nicht richtig devot sind, sondern nur so tun, um sich ihren ganz speziellen Fetischsex mit Peitsche und Stiefeln, mit Lack und Leder, mit Bondage und Fesseln zu verschaffen, mit denen wollte ich nichts zu tun haben. Darauf fallen ja viele Dominas herein, auf solche anspruchsvollen Schein-Sklaven, und zwar auch reife, erfahrene Dominas. Aber mir war gleich klar, wo da der Hase langläuft, und ebenso klar war es mir, das würde ich nicht mitmachen! Eine Herrin ist kein Dienstleister, auch nicht eine junge Domina!
Was ich wollte, was ich suchte, das war ein reifer, erfahrener Sklave, der etwas von wahrer Demut und echtem Gehorsam verstand, der wirklich devot war und bereit, mir zu dienen statt seiner eigenen Geilheit; einen Sub, der tatsächlich meinen Willen über den eigenen setzen würde und nicht nur so tun, um seine eigenen Vorstellungen daraufhin nur umso sicherer durchsetzen zu können. Und als ich mit 18 Jahren, endlich volljährig, endlich auf meine erste BDSM Party gehen konnte, da habe ich mein “Sklavenopfer” auch gleich gesehen. Herbert war nackt bis auf ein Lederhalsband mit einer Leine daran, an der ihn seine Herrin, eine vollschlanke, mehr als reife Domina, wie einen Hund herumführte. Als ich dastand, schaute Herbert, der gerade an mir vorbei geleitet wurde, zu ,mir auf, und in dem Augenblick, als ich seinen treuen und hingebungsvollen Hundeblick sah, da wusste ich, das ist genau der Sklave, den ich haben will.


